| Die Grundschule „Auguste“
arbeitet seit 1999 nach einem eigenen pädagogischen
Konzept, welches sich an den sächsischen Lehrplan
anlehnt.
In ihren Bildungs- und Erziehungszielen sowie ihren
wesentlichen Lehrgegenständen orientiert sich
die Schule an den im Freistaat Sachsen vorhandenen
oder vorgesehenen öffentlichen Schulen.
Die „Auguste“ ist eine Grundschule mit
integriertem Vorschulbereich. Träger ist der
Verein Schulen für gemeinschaftliches Lernen
e. V. In der „Auguste“ lernen derzeit
45 Kinder zwischen 5 und 10 Jahren gemeinsam in altersgemischten
Gruppen von maximal 16 Kindern. Zahlreiche Voranmeldungen
und Wartelisten zeugen von der erfolgreichen Umsetzung
des Konzepts und übersteigen das Platzangebot
der Schule.
Pädagogisches Anliegen
Pädagogische und konzeptionelle Schwerpunkte
Schulvorbereitende Kindergartengruppe
Wochenstruktur
Benotungen
Die fünf Grundregeln der „Auguste“
Feste Einrichtungen und Bräuche
Elternarbeit
Was ist bei uns anders?
Pädagogisches Anliegen der Schulen
für gemeinschaftliches Lernen e. V., Grundschule
„Auguste“
Die „Auguste“ sucht Berührungspunkte
mit reformpädagogischen Modellen von Freinet
und Montessori und orientiert sich an Erkenntnissen
der modernen Entwicklungspsychologie.
Die Ausrichtung auf ein bestimmtes pädagogisches
Modell würde jedoch dem Anspruch des Begleitens
und Förderns eines jeden Kindes als individuelle
Persönlichkeit entgegenstehen.
Das lehrpädagogische Konzept ist also kein starres
Gebilde, sondern wird geformt von der Dynamik der
Kindergruppe und des Teams bzw. zwischen diesen. Somit
wird ein lebendiges, aktives, handlungsorientiertes
Lernen ermöglicht. Das Team macht sich zur Aufgabe,
als Vermittler zwischen der Individualität eines
jeden Kindes und den gesellschaftlichen Normen und
Anforderungen zu agieren.
In der „Auguste“ sollen die Kinder nicht
nur Lesen, Schreiben und Rechnen, sondern vor allem
das Lernen lernen.
Die Umsetzung dieses Ziels beginnt schon mit dem Leselehrgang
„Lesen durch Schreiben“ von Jürgen
Reichen, wo es um mehr als nur um Lesenlernen geht.
Der handelnde Umgang mit der Schrift, die Hinführung
zur Einsicht in die Funktion der Buchstaben und die
Arbeitsmaterialien ermöglichen es dem Kind, den
Lernprozess auf seine Weise und in einer von ihm bestimmten
Zeitspanne zu bewältigen.
Die Besonderheit dieses Lehrganges liegt aber nicht
nur darin, dass man anstatt vom Lesen vom Schreiben
ausgeht, sondern in der anderen Art des Lernens. „Durch
Schreiben“ kann das Kind nämlich selbstgesteuert
Lesen lernen. Und selbstgesteuertes Lernen ist am
besten im Werkstattunterricht zu verwirklichen. Aus
diesem Grund arbeiten wir in der „Auguste“
schwerpunktmäßig in Lernwerkstätten.
Das Lernen zu lernen ist ein wichtiges Ziel der Lernzeiten
an der Grundschule „Auguste“. Es geht
also nicht nur darum, vorgegebene Lehrstoffe und Inhalte
zu vermitteln. An unserer Schule werden die Kinder
dazu ermutigt und systematisch befähigt, auf
Fragen und Ideen zunehmend selbstständig Antworten
zu finden. Dadurch entwickeln sie Motive und Verantwortung
für ihr eigenes Lernverhalten.
Durch solches Herangehen lassen sich die Lerninhalte
nicht nach Unterrichtsfächern unterteilen. Trotzdem
versuchen wir bestimmte Schwerpunkte zu setzen.
Alle Aktivitäten gehen über die Sinne, sind
an das Tun gebunden und prägen sich so ein. Das
Kind gelangt über das Greifen zum Begreifen.
Das äußere Tun hat somit innere Aktivitäten
zur Folge.
Da jedes Kind von Natur aus Lust am Entdecken hat,
spielt der naturwissenschaftliche neben dem musischen
Bereich an unserer Schule eine wichtige Rolle.
Eine weitere Besonderheit liegt darin, dass es keine
starre Ordnung gibt, sondern die Kinder entsprechend
ihres ganz individuellen Entwicklungsstandes und ihrer
Fähigkeiten von „Vorschulkindern“
zu „ Schulkindern“ werden und später
auch von einer Gruppe in die andere wechseln.
Nach Abschluss der 4. Klasse sollten die Schüler
in der Lage sein, mit Hilfe ihrer Selbstständigkeit
und des bisher Gelernten die neuen Bildungswege zu
bewältigen.
Oben
Pädagogische und konzeptionelle Schwerpunkte
Folgende Ideen der Reformpädagogen verfolgen
wir:
Montessori-Pädagogik:
„Hilf mir es selbst zu tun!“
Ihre Pädagogik orientiert sich unmittelbar am
Kind mit seinen Bedürfnissen nach spontaner Aktivität,
Selbstbestimmung und dem Streben nach Unabhängigwerden
vom Erwachsenen.
Vorbereitete Umgebung
Die vorbereitete Umgebung ist Lebens-, Lern- und Entwicklungsraum,
der den Bedürfnissen des Kindes angepasst ist.
Es geht dabei um die Bereitstellung von Entwicklungsmaterial.
Kulturspezifische Lernmaterialien für Sprache,
Mathematik und alle anderen Bereiche gehören
dazu. Auch Materialien für Sinne und Bewegung
sind wichtig.
Freie Wahl
„Freie Wahl bedeutet nicht Freiheit wovon, sondern
Freiheit wozu.“ Das Kind entscheidet sich für
den Zeitpunkt einer Arbeit, für deren Dauer,
es bestimmt die Anzahl der Wiederholung, wählt
seinen Arbeitsplatz und eventuelle Partner selbst
aus. Die Freiheit des einzelnen hört da auf,
wo die Freiheit der anderen beeinträchtigt wird.
„Das Kind hat seine Freiheit erlangt, wenn es
Herr und Meister seiner selbst ist.“
Selbstständigkeit durch Selbsttätigkeit
Selbsttätigkeit und Bewegung unterstützen
das Streben das Kindes nach Unabhängigkeit und
eigenem Willen. Die Freiheit des Kindes, seinem Bewegungsdrang
nachzugeben, muss nicht mit Lärm und Chaos verbunden
sein, sondern die Kinder, die sich einer freien Arbeit
zuwenden und diese selbstständig durchführen,
sind zu ruhiger Aktivität, Sammlung und Konzentration
fähig.
Indirekte Erziehung
Der Umgang mit Material, das auch Interessen und Begabungen
jedes einzelnen Schülers berücksichtigt,
ist die Voraussetzung für dauerhafte Lernfreude.
Die Möglichkeit der intensiven und langanhaltenden
Beschäftigung mit einem Lerngegenstand, die beliebige
Wiederholung einer Übung gibt dem Kind Sicherheit
und Vertrauen in die eigene Leistung und unterstützt
es auf seinem Weg, selbstbestimmend und entscheidungsfreudiger
zu werden. Durch die selbsttätige Auseinandersetzung
mit Sachverhalten und Problemen wird es selbstständig.
Die Materialien und die vorbereitete Umgebung wecken
die Wertschätzung für alle Dinge und weiten
den Blick für das Schöne.
Freinet-Pädagogik:
Freinets pädagogische Überlegungen und Konzepte
bilden den Rahmen für eine stärkere aktive
Einbeziehung des Kindes in den schulischen Ablauf.
Vor allem die Verbindung von Kopf- und Handarbeit,
die Besprechung gemeinsamer Vorhaben und Projekte,
sowie die praktische Arbeit beim Lernen bilden Leitlinien
Freinets, die in der Freien Schule „Auguste“
umgesetzt werden.
Freier Ausdruck- freier Text
„Der freie Ausdruck bewirkt, dass sich in der
Klasse ein Klima entwickelt, in dem Freiheit und Vertrauen
vorherrschen“. Statt Vorgegebenem hat Spontaneität
Vorrang. Aus den natürlichen Anregungen, die
jedes Kind in seiner Umwelt erfährt, entsteht
der freie Text. Dieser gibt als Bericht wieder, wie
diese Umwelteindrücke wirklich waren und wie
sie das Kind anregten. Dadurch verlängert sich
die Dauer der Eindrücke bis hin zum Wissen und
weiter zur menschlichen Erfahrung, an der das Kind
durch die unmittelbare Sicherheit seiner Information
hohen Anteil hat. Die dabei entstehende Sensibilisierung
und Förderung der Wahrnehmung ist eine der wesentlichen
Grundlagen für die tatsächliche psychologische
Entwicklung des Kindes.
Aktive Umwelterfahrung und deren Umsetzung tragen
maßgeblich dazu bei.
Arbeitsmittel Druckerei
Ursprünglich von Freinet als Mittel und Werkzeug
für die pädagogische Praxis angedacht, das
die Freiheit des Ausdrucks und die Aktivität
des Kindes fördern soll, wird die Druckerei heute
in der Auguste ersetzt durch ein geführtes und
zugleich experimentelles Arbeiten am Computer.
Weg mit den Lehrbüchern?- stattdessen Ganzheitsmethode
Lehrbücher sind eine spezifische Erfindung der
traditionellen Schule, deren Gebrauch den Unterrichtsrahmen
nicht überschritten hat. Freinets Ansatz besteht
in einem Erlernen nach der Ganzheitsmethode, d.h.
mittels individuell angepasster und vorgefertigter
Materialien, die das Kind unmittelbar mit all seinen
Sinnen ansprechen. Nicht nur visuelles Erfahren, sondern
eben auch das haptische eigene Gestalten seiner Lehrmittel
(z.B. Stempeln der Buchstaben, Ausschneiden und Aufkleben,
Illustrationen) eröffnet dem Kind die Möglichkeiten,
die Form und Verbindung der Wörter und Sätze
aufzunehmen. Die individuelle Beschäftigung des
Kindes hat dabei eindeutig Vorrang. Nicht Anstrengung
und gemeinschaftliche Konzentration auf einen Text
der Schüler, sondern die Freude und der Wunsch
zu lesen, bilden die Voraussetzung für die selbstständige
Form des Erlernens.
Keine Unterrichtsstunden mehr? - gemeinschaftliches
Planen
Überzeugt davon, dass Moralpredigten und Erklärungen
allein unnütz sind, fordert Freinet die Aufhebung
der starren Struktur der Unterrichtseinheiten, die
sich häufig zum Nachteil der Initiative und der
Interessen der Schüler auswirkt. Die in der traditionellen
Form ebenfalls implizierte Methode der Kontrolle (auch
durch Tests) durch den Lehrer wird aufgegeben und
ersetzt durch den Ansatz, dass die Kinder nur noch
in schwierigen Fällen beim Lehrer Hilfe suchen.
Gleichwohl unterstützen in der Praxis gemeinsam
gestaltete wöchentliche Arbeitspläne die
schulische Organisation, indem z.B. die Arbeit des
Kindes während einer Woche geregelt wird und
mithilfe derer das schulische Lernverhalten und das
soziale Verhalten in der Gemeinschaft eine Art Persönlichkeitsprofil
ergeben. Dadurch werden in zunehmendem Maße
Kulturinhalte und -elemente der Gesellschaft berücksichtigt,
die im besonderen das soziale Verhalten und die Lebensweise
des Menschen beeinflussen und die mittels herkömmlicher
„technischer“ Kontrolle kaum erfasst werden.
Eine demokratische Gesellschaft erfordert einen demokratischen
Unterricht. Unterricht allein stellt nur einen Aspekt
der Erziehung dar, die insgesamt beweglich und in
ihrer Form anpassungsfähig sein muss. Schließlich
muss Erziehung und damit auch die Schule eine Doppelrolle
erfüllen: einerseits die Förderung des Individuums,
andererseits die Vermittlung der gemeinsamen Grundlagen
an Kenntnissen und Idealen als wesentliche Basis der
zukünftigen Entwicklung. Freinet-Ansätze
geben der Arbeit an unserer Grundschule die Möglichkeit,
diesen Herausforderungen so gut wie möglich gerecht
zu werden.
Wir stützen uns in unserer Arbeit nicht nur
auf eine pädagogische Erfahrung, sondern setzen
auf Vielfalt, da wir der Meinung sind, nur so können
wir alle Kinder erreichen; denn jedes Kind ist anders
und braucht andere Möglichkeiten und Voraussetzungen,
um sich optimal entwickeln zu können.
Oben
Schulvorbereitende Kindergartengruppe an
der „Auguste“
Kinder durchlaufen ihre Entwicklung in rasantem Tempo.
Innerhalb kürzester Zeit werden lebenswichtige
Dinge wie soziale Bindungsfähigkeit, Sprache
und motorische Fähigkeiten erlernt. Der Antrieb
für diese schwierigen Aufgaben liegt ganz allein
beim Kind und seiner inneren Motivation. Aus dem Drang
heraus, Neues auszuprobieren und kennenzulernen, sein
Tätigkeitsfeld zu erweitern, „lernt“
es mit großer Begeisterung und ganz spielerisch.
Es soll nicht dadurch gehemmt werden, dass Kinder
auf den obligatorischen Schulanfang warten müssen,
ehe sie beispielsweise Lesen lernen dürfen. Um
diesem Bedürfnis gerecht zu werden, besteht in
der „Auguste“ die Möglichkeit, Kinder
ab 5 Jahre in einer Kindergruppe aufzunehmen.
Kinder in diesem Alter sind enorm aufnahmefähig
und haben oft ein reges Interesse an Lerninhalten,
die über das Angebot, welches ein Kindergarten
leisten kann, z.T. erheblich hinausgehen. Die „Auguste“
bietet ihnen die Chance eines fließenden Hinübergleitens
in die Schulzeit. Der Wechsel vom Vorschul- zum Schulbereich
orientiert sich am Kind und seinem Entwicklungsstand
und nicht an starren Vorschriften, wie beispielsweise
dem Einschulungsalter und dem offiziellen Schulbeginn
im August/September.
Kinder im Alter von 5 und 6 Jahren zu betreuen, bedeutet
auch ganz besonders auf deren spezielle Bedürfnisse
einzugehen. Entsprechende Voraussetzungen sind in
der „Auguste“ vorhanden oder werden je
nach Bedarf geschaffen.
Grundsätzlich gibt es einen eigenen Raum für
die jüngeren Kinder, dessen Einrichtung ihren
Bedürfnissen angepasst ist. Den besonderen Bedürfnissen,
wie z.B. Ruhe und verlängerte Freispielphasen
wird Rechnung getragen.
Die schulvorbereitende Kindergartengruppe hat das
Ziel, die Kinder mit großer Eigenaktivität
und Konzentrationsfähigkeit auszustatten. Wir
wollen dies erreichen, indem die Kindergartenkinder
in den Lernwerkstätten, Kursen, Angeboten und
dem Spielen vielfältige Möglichkeiten haben,
ihr Wissen und ihre Fähigkeiten zu erweitern.
Das Spielen unterstützt u.a. die Kreativität,
beinhaltet Problemlösungen, fördert soziales
Verhalten, erweitert den Wortschatz und verbessert
die Motorik.
In den Lernwerkstätten, Kursen und Angeboten
werden:
• Sprachentwicklung gefördert,
• Laute und Buchstaben gelernt,
• mathematische Spiele genutzt, Zahlen, Mengen,
Formen, Lagebeziehungen geübt,
• die Sinne (Hören, Sehen, Riechen, Tasten,
Fühlen) trainiert,
• naturwissenschaftliche Aktivitäten in
Projekten und Experimenten ausprobiert,
• geschichtliche Aktivitäten im Umfeld
des Kindes untersucht,
• künstlerische und handwerkliche Arbeiten
angefertigt.
Die vorbereitete Umgebung hilft den Kindern nicht
nur Ordnung zu halten, sondern sich vor allem selbstständig
und unabhängig vom Erwachsenen zu bewegen und
sich selbst auszuprobieren.
Die Übungen des täglichen Lebens im Tagesablauf
sind Übungen für den motorischen Bereich,
für die eigene Person und für die Gemeinschaft.
Bei der Arbeit mit den jüngeren Kindern wird
ganz besonders darauf geachtet, dass alle Sinne in
den Lernprozess einbezogen werden. Oftmals können
sie von älteren Kindern angeleitet werden. So
wird im Umgang mit den Kindern der Gruppe und allen
anderen Kindern soziales Verhalten geübt. Allmählich
lernen die Kinder die Grundregeln der Schule kennen
und können sich an ihnen orientieren. Aber auch
mit ihren Rechten werden sie vertraut, lernen sie
durchzusetzen und bedienen sich dazu der entsprechenden
Einrichtungen der Schule.
Oben
Stundentafel und Wochenstruktur
Offener Anfang
Die Auguste öffnet jeden Morgen um 7.00 Uhr.
Bis zum Morgenkreis kann sich jedes Kind selbstständig
oder in Gruppen beschäftigen.
Morgenkreis
Der gemeinsame Tag beginnt in allen Gruppen um 8.30
Uhr mit dem Morgenkreis.
Er wird im wöchentlichen Wechsel von einem Kind
geleitet.
Am Ende des Morgenkreises wird vom Morgenkreischef
der Tagesplan vorgelesen. Anhand des Planes wird mit
den Kindern besprochen, welche Aktivitäten und
Angebote für diesen Tag gelten.
1. Lernzeit - Lernwerkstatt
An den Morgenkreis schließt sich die erste Lernzeit,
die Lernwerkstatt an. In ihr greifen die Lernbereiche
Sprache, Mathematik und Sachkunde ineinander. Die
Lernwerkstatt gehört zu jenen Arbeitsformen,
in der selbstgesteuertes Lernen am besten verwirklicht
werden kann. Das Kind wird individuell gefördert,
baut Selbstvertrauen auf, entwickelt Eigenständigkeit
und sein Verantwortungsbewusstsein wird gestärkt.
Lernwerkstatt - Was ist das?
Die Lernwerkstatt gibt dem einzelnen Kind die Möglichkeit,
sich individuell mit einem Thema auseinanderzusetzen.
Das Kind erhält einen großen Freiraum innerhalb
eines Themenkreises oder Übungsschwerpunktes,
aus dem es auswählen darf, was es bearbeiten
und lernen will. Für das Kind wirkt die Tatsache,
dass es selbst auswählt, motivierend und steigert
seine Lernleistung.
Woraus besteht eine Lernwerkstatt und welche Ansprüche
hat sie an die Arbeitsaufträge?
Sie besteht aus
- verschiedenen Arbeitsaufträgen für Kinder
- dem Material, das zum Lösen der Arbeitsaufträge
benötigt wird
Die Aufträge
• sind so zusammengestellt, dass die Reihenfolge
beim Lösen unwesentlich ist
• müssen nicht alle ausgeführt werden
• haben einen unterschiedlichen Schwierigkeitsgrad
• müssen abwechslungsreiches und lustvolles
Lernen ermöglichen
• müssen übersichtlich und präzise
formuliert sein
Pädagogische Ansprüche an die Lernwerkstatt
1. SOZIALES MITEINANDER
Um das soziale Miteinander der Kinder zu fördern
ist es wichtig, dass jede Lernwerkstatt Arbeitsaufträge
enthält, die in Partner- oder Gruppenarbeit gelöst
werden. Die Kinder haben auch die Möglichkeit,
sich gegenseitig zu helfen.
2. HANDELNDES TÄTIGSEIN
Sehr wichtig für die Kinder ist das handelnde
Tätigsein. Es hilft ihnen zum Beispiel schwierige
Sachverhalte besser zu verstehen und sie sich einzuprägen.
Aus diesem Grund sollten vielfältige Materialien
bereitliegen.
3. ENTSCHEIDUNGS-FREIRAUM
In diesem offenen Rahmen (Lernwerkstatt) lernen die
Kinder Entscheidungen zu treffen, selbsttätig
und selbstständig zu arbeiten. Dieses Arbeiten
steigert bei den Kindern das Selbstwertgefühl
und sie lernen Verantwortung für ihre Arbeit
zu übernehmen.
Sogenannte Pausen
Zwischen den Lernzeiten gibt es Pausen. Ihr Beginn
wird flexibel gehandhabt und richtet sich nach dem
jeweiligen gruppeninternen Arbeitsrhythmus, zum Beispiel
nach der individuellen Leistungskurve der Kinder.
In den Pausen können die Kinder machen, wozu
sie Lust haben. Durch dieses freie Spielen lernen
die Kinder Kontakte zu knüpfen, Konflikte auszutragen
und sich auf verschiedene Partner einzustellen. Dem
Ruhebedürfnis der jüngeren Kinder wird in
den Pausen besondere Beachtung geschenkt.
Die erste Pause endet mit dem Beginn der zweiten Lernzeit.
2. Lernzeit - Kurse/Freiarbeit
In der 2. Lernzeit finden täglich unterschiedliche
Kurse, wie die Geschichtenwerkstatt, der Englischkurs,
der Rechtschreib-/Grammatikkurs, der Schreibschriftkurs,
der PC-Kurs, der Einmaleinskurs, der Ethikkurs, der
Musikkurs, Experimentierkurse (Physik, Chemie) sowie
Freiarbeit, statt. Diese Kurse können ähnlich
der Lernwerkstatt aufgebaut werden.
3. Lernzeit
In der dritten Lernzeit (Nachmittag) nehmen die Kinder
neben verbindlichen Kursen an kreativen, praktischen,
musischen und sportlichen Angebote wahr. Dazu gehören
u.a. die Holzwerkstatt, der Kunst- und Bastelkurs,
Instrumentalkurse und der Koch- und Backkurs.
Offener Abschluss
Nach der gemeinsamen Vesper um 15 Uhr klingt der Tag
mit freiem Spiel aus. Die Spätbetreuung kann
bis 17 Uhr in Anspruch genommen werden.
Oben
Benotungen
Grundlage, um den Entwicklungs- und Wissensstand
eines Kindes beurteilen zu können, sind die Beobachtungen
seines Arbeits- und Sozialverhaltens und seiner Arbeitsergebnisse
im Schulalltag. Der Lehrer arbeitet mit den Kindern
darauf hin, dass sie ihre eigenen Leistungen selbstständig
einschätzen lernen und sich realistische Ziele
stecken können.
Deshalb wird mit dem Kind in den wöchentlichen
Aussprachen und Auswertungen über sein Verhalten
und seine Leistung gesprochen und neue Zielstellungen
erarbeitet.
In Tests und Präsentationen wie Ausstellungen,
Theatervorführungen, Vorträge und andere
Formen können die Schüler das Gelernte zeigen.
Auch kleine Anerkennungen und Diplome unterstützen
die Freude am Lernen. Diese erbrachten Leistungen,
werden schriftlich festgehalten und in der Schule
aufbewahrt. So erhalten die Eltern wöchentlich
und in regelmäßigen Elterngesprächen
Rückmeldung über ihr Kind.
Zweimal im Schuljahr erhalten die Kinder und Eltern
eine ausführliche schriftliche Einschätzung
über den Entwicklungs- und Leistungsstand des
Kindes sowie eine Übersicht über die Projekte
oder Themen und Inhalte des vergangenen Schulhalbjahres.
Kinder, die die Bildungsempfehlung anstreben, werden
ab Klasse 4 nach der Verordnung des Sächsischen
Staatsministeriums für Kultus über Grundschulen
im Freistaat Sachsen, Amtsblatt des Sächsischen
Staatsministeriums für Kultus Nr. 18/1994 bewertet.
Oben
Die fünf Grundregeln der „Auguste“
Entscheidungen zu treffen, deren Folgen auszuloten
und im Umgang miteinander fair sowie einander achtend
zu sein, das müssen Kinder täglich neu erproben
und über einen längeren Zeitraum erst erlernen.
Dass wir LehrerInnen dabei sooft es geht, d. h. solange
die Kinder entsprechend ihres Auffassungsvermögens
nicht überfordert werden, „lediglich“
zur Seite stehen, aber nur selten vorgeben, wie etwas
zu sein hat, ist eine soziale Struktur, die vielen
Kindern und einigen Eltern ungewohnt ist.
Selbstregulierung in einer Kindergruppe ist ein Ideal,
das aber nicht naturgegeben funktioniert, sondern
erlernt werden muss. Damit sich Kinder in den täglichen
neuen Situationen und Problemen zurechtfinden können,
damit sie Schritt für Schritt lernen, Zusammenhänge,
Ursachen und Wirkungen zu erkennen, brauchen sie ein
stabiles Gerüst, an dem sie sich festhalten und
orientieren können. Dieses Gerüst bilden
transparente und für Kinder verständliche
Grundregeln.
Die 5 Grundregeln, die für alle in unserer
Schule gelten, sind:
- Stopp-Regel
(Mit dem Wort Stopp signalisiert das Kind dem anderen
Kind: das tut mir weh, das verletzt mich.)
- Was ein anderer hat, darf ich ihm nicht wegnehmen.
- Wenn ich mitmachen will, muss ich fragen.
- Was ich genommen habe, lege ich wieder an seinen
Platz zurück.
- Wenn ich aus der Gruppe weggehe, melde ich mich
ab
.
Fast alle Konflikte und Fragestellungen lassen sich
auf diese Grundregeln zurückführen. Gemeinsam
mit den ratsuchenden Kindern versuchen wir, das Problem
durchschaubar zu machen. Die selbstständige Orientierung
an den Grundregeln wird so zur Selbstverständlichkeit.
Eine unmittelbare Vermittlung eines Erwachsenen wird
somit nach und nach überflüssig.
Die Grundregeln wurden vom Team festgelegt, haben
aber neben den dargelegten Überlegungen auch
jahrelange Beobachtungen und Erfahrungen an unserer
Schule zur Grundlage. Sie sollen undurchschaubare
Regeln und Sonderregeln verhindern und Durchlässigkeit
für die Kinder, Eltern und natürlich auch
für die Bezugspersonen anstreben.
Spezielle, oft raum- und situationsbezogene Regeln
werden von der Schulversammlung beschlossen. Bei Bedarf
werden sie wieder abgeschafft.
Oben
Feste Einrichtungen und Bräuche
Zu den festen Einrichtungen an unserer Schule gehören
neben dem Morgenkreis die Schulversammlung, Ausflüge,
Exkursionen, Projekttage und –wochen, Schulfahrten
und Feste.
Die Schulversammlung ist das Selbstverwaltungsorgan
der Kinder an unserer Schule. Sie findet einmal wöchentlich
statt. Nur hier können gemeinsam neue Regeln
aufgestellt und bindende Beschlüsse gefasst werden.
Auch Eltern haben die Möglichkeit, die Ereignisse
an der Schule mit zu verfolgen, Vorschläge, Lob
oder Kritik an bestimmten Regelungen einzubringen
und sich so an den Prozessen innerhalb der Schule
zu beteiligen.
Die Schulversammlung wird von einem Kind der älteren
Gruppe geleitet. Besprochen werden die nächsten
Ausflüge, Regeln und Projekte, Konflikte angesprochen,
Vorschläge und Ideen vorgetragen.
Die pädagogischen Mitarbeiter diskutieren als
einfache Mitglieder der Schulversammlung mit und verfügen
ebenfalls über ein einfaches Stimmrecht. Sie
haben darauf zu achten, dass Entscheidungen nicht
zu Lasten einzelner oder von Minderheiten gehen.
Nur im Ausnahmefall dürfen die Mitarbeiter von
einem Vetorecht Gebrauch machen.
Ausflüge und Exkursionen sind fester Bestandteil
des Schulalltages. Sie finden in regelmäßigen
Abständen statt und machen die Kinder mit ihrer
Umgebung, interessanten Stätten und Ausstellungen
vertraut. Die Ausflugsziele und Exkursionen werden
durch Interessen und Wünsche der Kinder oder
durch laufende Projekte bestimmt.
Die Projekttage/-wochen haben dabei das Ziel, eigene
Handlungskompetenzen zu entwickeln. Die Kinder lernen
nicht nur mit vorbereitetem Material zu arbeiten,
sondern auch Handlungen hinsichtlich ihres Sinnes,
ihrer Folgen und ihrer Verantwortung einzuschätzen.
Aus „Versuch und Irrtum“ und aus überwundenen
Hindernissen gewinnen Kinder starke Motivation und
kreativen Anspruch für neue Ideen.
Von der gemeinsamen Auswahl eines Themas, über
die Planung und Durchführung bis zur Präsentation,
überall sind die Kinder Mit- bzw. Alleingestalter.
Die Schulfahrt findet mindestens einmal jährlich
statt und hat das Ziel, die Gemeinschaft mehr zusammen
zu führen und interessante Erlebnisse für
alle zu schaffen.
Heimat- und sachkundliche Themen werden in Schullandheimaufenthalten
bearbeitet und vertieft.
Feste sind Höhepunkte des Alltagslebens. Sie
orientieren sich an den Jahreszeiten, dem Schuljahr
und den Feiertagen. Anlässe für Feste können
Projektpräsentationen, spontane Ausstellungen
und Vorführungen sein.
Oben
Elternarbeit
Gerade weil die Grundschule „Auguste“
1994 von einer Elterninitiative ideell wie auch organisatorisch
ins Leben gerufen wurde, ist Elternmitarbeit an dieser
Schule erwünscht.
Zu Beginn jedes Schuljahres werden zwei bis drei Elternvertreter
gewählt, die intensiv mit dem Team zusammen arbeiten.
Nach Bedarf findet das Elterncafe´ statt, d.h.
es wird allen Eltern die Möglichkeit gegeben,
sich zu treffen, sich auszutauschen, Probleme miteinander
zu diskutieren, Arbeiten der Kinder zu betrachten
usw. Die Organisation dieses Elterncafés obliegt
den Eltern.
Oben
Was ist bei uns anders?
Abweichungen der Lehr- und Erziehungsmethode, den
Lehrstoffen und der schulischen Organisation bestehen:
- Arbeiten in Lernwerkstätten und Kursen
- Verstärktes fachübergreifendes Lernen
- Soziales Lernen (Fragehaltung, Verantwortungsgefühl,
Selbstständigkeit, Leistungsbereitschaft, Reflektion
eigener Lernprozesse, Beweglichkeit im Denken und
Handeln, Kommunikation, Zusammenarbeit, Verarbeitung
von Misserfolgen, Integration)
- Reformpädagogische Ansätze
- Vermittlung der Leselehrmethode „Lesen
durch Schreiben“
- Lehrplaninhalte werden individuell auf das Kind
zugeschnitten, jedoch innerhalb der vier Jahre erarbeitet
- Die Lehrplaninhalte des Faches Heimatkunde/Sachunterricht
werden in keiner starren Reihenfolge vermittelt
(weitere Wünsche und Interessen der Kinder
werden aufgegriffen und umgesetzt)
- Andere Zeitaufteilung des Tages- und Wochenablaufs
- Ganztägiges Lernen
- Benotung erst ab Klasse 4
- Schulversammlung
- Kleine Gruppengröße
- Altersgemischte Gruppen
- Regelmäßiger Elternkontakt (Elterngespräch,
Elternabend) sowie persönliche Rückmeldung
zwischen Kind, Lehrer und Eltern
- Monatliche Ausflüge und Exkursionen
- Schulvorbereitende Kindergartengruppe
- Freie Angebote
- Die Erlangung der Schwimmfähigkeit wird
durch die Eltern realisiert
Geschichtenwerkstatt
Kinder schreiben, um wichtige Lebenssituationen in
einer geeigneten Form zu bewältigen:
- aus Langeweile, um sich zu unterhalten;
- um anderen eine Freude zu bereiten;
- um gelobt zu werden;
- um etwas Schönes zu gestalten, das bleibenden
Wert hat und
- um etwas Belastendes loszuwerden.
Entscheidend ist, dass das Schreiben von innen kommt.
Aus diesem Grund ist das „Freie Schreiben“
in der Geschichtenwerkstatt ein wichtiger Themenschwerpunkt.
Das „Freie Schreiben“ kann ein vom Kind
allein gestalteter Prozess sein. Die Themenwahl ist
nicht vorgegeben und lässt dem Kind mehr Entscheidungsfreiheit
bezüglich der Durchführung, der Länge,
des Inhalts, des Stils und der Form des Schreibens.
Natürlich kann auch das „freie“ und
ausschließlich aus Eigeninitiative entstehende
Schreiben schnell an Grenzen stoßen. Deshalb wird
das Kind auch beim Freischreiben von Anfang an nicht
allein gelassen. Kommt es allein nicht mehr weiter,
werden unterschiedliche Hilfen angeboten, die seinem
Schreiben helfen.
In der Geschichtenwerkstatt lernen die Kinder mithilfe
des „Freien Schreibens“, eigene Wünsche
und Erlebnisse, Meinungen und Vorstellungen, Träume
und Erfahrungen auszudrücken. Rechtschreib-/Grammatikkurs
Durch den Leselehrgang „Lesen durch Schreiben“
beginnt bereits in Klasse 1 das „Freie Schreiben“.
Dabei werden überhöhte orthographische Anforderungen
an die Kinder zurückgestellt, denn die spontane
Schreibfreude soll nicht beeinträchtigt werden.
Später erkennen die Kinder von ganz allein, dass
sie bestimmte Wörter - oft phonetisch unlogische
- kaum noch erlesen können. Es wird für
sie zunehmend wichtiger, richtig zu schreiben, denn
der Leselehrgang hat sie erkennen lassen, dass das
Schreiben ein echtes Kommunikationsmittel ist.
Diese Erkenntnis schafft eine günstige Voraussetzung
für die Motivation der Kinder in puncto Rechtschreibung.
So findet - im Interesse der Sprachentwicklung der
Kinder - ab Klasse 2 der Rechtschreib-/Grammatikkurs
statt. Schritt für Schritt erlernen sie die Regeln
der Orthographie, die sie intensiv in vielfältigen,
freudvollen und individuellen Übungen umsetzen.
Sprachlehre muss im Zusammenhang mit Sprache gesehen
werden. Erst wenn das Kind lesen kann, wird es mit
grammatischen Strukturen vertraut gemacht. Langsam
werden die Schüler an eine spielerische und lebendige
Analyse von Sprache (Arbeit am Wort, Arbeit am Satz)
herangeführt, so dass sie allmählich bewusster
und sicherer über sie verfügen.
Einmaleinskurs
Im Einmaleinskurs setzen sich die Kinder intensiv
mit der Multiplikation und Division auseinander. Sie
erlernen in ihrem individuellen Tempo und mit Hilfe
verschiedener Materialien selbstständig die Einmaleinsreihen.
Englischkurs
Der Englischkurs zielt darauf, den Kindern ab Klasse
1 die Grundfertigkeiten - Hörverstehen, Sprechen,
Lesen und Schreiben - in der englischen Sprache kindgemäß
und spielerisch durch abwechslungsreiche Übungen,
Chorsprechen, Spiele, Bastelaufgaben, Bewegungen und
Wiederholungen zu vermitteln. Das Hauptgewicht liegt
dabei im mündlichen Bereich. Die Kinder sollen
die fremde Sprache verstehen und selbst anwenden können.
Das Lesen und Schreiben hat im Lernprozess eher eine
stützende Funktion, um Wörter und kurze
Sätze wiederzuerkennen.
Computerkurs
Die Computer haben die Druckerei (von Freinet) abgelöst.
Die Kinder sollen ab Klasse 1 die Werkzeuge und Programme
des Computers kennenlernen, damit sie mit dem Malprogramm,
den Lernprogrammen und der Textverarbeitung in anderen
Kursen und Werkstätten ihre Arbeiten gestalten
können. Dabei geht es nicht darum, alle Kinder
in Computerexperten zu verwandeln, sondern vielmehr
ihnen dieses Gerät als normales Arbeitsmittel
begreiflich und nutzbar zu machen.
Freiarbeit
In der Freiarbeitszeit haben die Kinder die Möglichkeit,
sich selbstständig und individuell mit Themen
ihrer Wahl auseinanderzusetzen. Alle Materialien,
die sie benötigen, sind in offenen Regalen untergebracht,
frei zugänglich und nach Lernbereichen geordnet.
Wozu Freiarbeit?
In der Freiarbeit lernen die Kinder das Entscheiden
und Auswählen. Voraussetzung ist beim Kind ein
Interesse, ein Lernbedürfnis. Oft wird das Interesse
durch die freie Wahl geweckt. Für die Kinder
ist diese freie Wahl ein Weg zur Selbsterkenntnis,
ein Weg zum Entdecken eigener Bedürfnisse und
Fähigkeiten, sie offenbart Begabungen, zeigt
dem Kind aber auch seine Schwächen. Dem Lehrer
ermöglicht die Freiarbeit eine Beobachtung individueller
Lernvoraussetzungen und Lernfortschritte.
Instrumentalkurs
Einmal in der Woche bietet die „Auguste“
verschiedene Instrumentalkurse an. Die Kurse finden
in kleinen Gruppen statt. Nach einem Schnupperkurs
entscheiden sich die Kinder für eine regelmäßige
Teilnahme.
Experimentierkurs
Der naturwissenschaftliche Bereich wird in der „Auguste“
aufgebaut. Im Frühjahr 2002 wurde ein Projekt
zu dem Thema „Naturwissenschaftliches Experimentieren
und Forschen“ durchgeführt. Bei diesem
Projekt zeigte sich die Begeisterung und das Verständnis
auch der kleinsten Kinder für naturwissenschaftliche
Phänomene und Arbeitsweisen. Auch aufgrund dieser
Erfahrung initiierten wir einen Physikkurs in Zusammenarbeit
mit dem Institut für Didaktik der Physik der
Universität Leipzig, der seit Sommer 2002 regelmäßig
für alle Kinder ab der Klasse eins läuft.
Da auch Chemie wie alle anderen Naturwissenschaften
ein spannendes und faszinierendes Feld ist, bieten
wir auch einen Chemie-Experimentierkurs an.
Koch- und Backkurs
Die Kinder entdecken die Küche, indem sie einfache
Rezepte zubereiten und den Umgang mit Lebensmitteln
und einfachen Haushaltsgeräten erlernen. Weiterhin
festigen sie den Umgang mit den Einheiten der Größe.
Holzwerkstatt
Die Kinder können in der Holzwerkstatt experimentieren,
Neues erforschen, Erfahrungen sammeln und einen Teil
ihrer Erfahrungswelt umsetzen. Sie erlernen handwerkliche
Fähigkeiten im Umgang mit Holz und den verschiedenen
Werkzeugen.
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